Am Mittwoch besuchte mich meine Mutter mit einem großen Korb voller Gemüse und Kräutern – alles aus dem Garten. Ist das nicht das Beste am Sommer? Im Korb befanden sich auch zwei große Zucchini, die (nach einem kurzen Halt im Bioladen) prompt zu Zucchinipuffern verarbeitet wurden. Das Rezept hat mich wirklich begeistert. Erstens bedarf es nur sehr wenig Vorbereitung und zweitens entfällt der größte Nachteil von Puffern – das ewige Stehen am Herd – wenn man sie im Backofen zubereitet. Noch dazu sind sie total lecker! Versucht es selbst!

Buchweizenmehl und Leinsamen hat vielleicht nicht jede*r Zuhause im Schrank stehen. Auch ich musste erstmal einkaufen gehen, doch für dieses Rezept hat es sich zweifellos gelohnt. Die Leinsamen sind ganz wichtig, denn sie agieren als Bindemittel für die Puffer. Wer öfter vegan kocht, weiß wahrscheinlich, dass pflanzliche Puffer oder Buletten oft zerbröseln, weil sie kein Ei enthalten. Leinsamen sind eine wirksame Alternative. Zusätzlich zu ihrem praktischen Nutzen bringen sie auch viele gesundheitliche Vorteile mit. Zwar enthalten sie verhältnismäßig viel Fett, das setzt sich aber vor allem aus Omega-3- und anderen ungesättigten Fettsäuren zusammen und stabilisiert so den Cholesterinspiegel. Ihr hoher Gehalt an Kalium und Magnesium schützt Herz, Nerven und Gehirn, sowie eure Muskulatur. Auch an Eisen mangelt es nicht, so wird einer Anämie und Erschöpfung vorgebeugt. Ein wahres Superfood! Doch Vorsicht: Ihr solltet es bei zwei Esslöffeln am Tag belassen. Wer denkt „Viel hilft viel!“ ist bei Leinsamen leider an der falschen Adresse, denn sie enthalten cyanogene Glycoside, aus denen Blausäure entstehen kann.

Buchweizen ist ein Pseudogetreide, denn er ist tatsächlich nicht mit dem Weizen verwandt, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Das soll uns nicht stören. Im Gegenteil! Denn so ist Buchweizenmehl auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit genießbar und alle können von ihm profitieren. Buchweizen ist eine gute Proteinquelle, liefert jede Menge Mineralstoffe, B-Vitamine und Eisen. Die enthaltene Kieselsäure sorgt durch das Spurenelement Silizium für schöne Haut und Haare.

Zucchini und Zwiebeln finden sich wohl öfter in unseren Küchen wieder. Doch auch sie sollte man nicht außer Acht lassen. Zucchini punkten mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C – 200g decken schon ca. ein Drittel des Tagesbedarfs! Sie enthalten kaum Fett und Kohlenhydrate, so braucht ihr euch beim Verzehr von Zucchini um eure Figur keine Gedanken machen.

Auch Zwiebeln liefern eine Menge Vitamin C und wenig Fett, dafür aber reichlich Ballaststoffe. Die schwefelhaltigen ätherischen Öle wirken antibiotisch im Verdauungstrakt und geben ihnen den typischen Geschmack. Chrom, ein wichtiges Spurenelement, sorgt unter anderem dafür, dass Kohlenhydrate besser verwertet werden und reguliert durch Unterstützung der Insulinwirkung den Blutzucker.

Besonders lecker schmecken die Zwiebeln natürlich angebraten. Für euch habe ich beide Varianten ausprobiert und zwei Puffer mit wenig Fett in der Pfanne zubereitet. Ich persönlich mochte allerdings die fettreduzierte und weniger aufwendige Zubereitung im Backofen lieber – das ging schön schnell und ich musste mich um nichts weiter kümmern.

So oder so ist es ein echt tolles Rezept, das ich nur weiterempfehlen kann!

Lilli

Lilli

Veganerin aus Überzeugung

Zucchinipuffer

Zutaten für 16 Stück

– 500 g Zucchini  —  Variation: Nimm Möhren, statt Zucchini
– 7 EL Buchweizenvollkornmehl
– Salz, Gewürzmischung, Muskat
– 1 kl. Zwiebel
– 2 EL Leinsamen

Zubereitung

– Zucchini grob raspeln, Zwiebel klein schnibbeln
– Gemüse mit Gewürzen, Mehl, Leinsamen gründlich vermischen
– die Menge des Buchweizenmehls hängt von der Feuchtigkeit des Teiges und der gewünschten Festigkeit ab
– flache Puffer formen

– fettsparende Variante: im heißen Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 180°C ca. 30 – 45 min backen
– fettige Variante: in der Pfanne in heißem Öl ca. 4 min je Seite braten

Das passt dazu: Kürbisdip, vorweg auf jeden Fall grünen Salat