Lecker selbstgemacht: Nährstoffreiche Sommerleckerei mit Suchtfaktor

Manchmal muss man sich auch etwas gönnen!

Und wer kann jetzt, wo es wieder wärmer wird, schon „Nein“ zu einer Kugel Eis sagen? Deswegen stelle ich euch heute ein leckeres Rezept vor, das zwar nicht wenige Kalorien hat, aber super schmeckt und auch einige wertvolle Nährstoffe enthält. Natürlich gibt es auch wieder eine vegane Alternative, die sogar ein bisschen weniger Fett enthält als das herkömmliche Rezept.

Unsere nährstoffreichste Zutat sind auf jeden Fall die Haselnüsse. Schon mit 50g Gramm kann man seinen Tagesbedarf an Vitamin E vollständig decken; 100g decken außerdem ¼ des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen und knapp die Hälfte des Eisenbedarfs. Hinzu kommen Kupfer, reichlich Zink, Fluor und Selen, sowie wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Punkten können unsere Haselnüsse auch mit Phosphor und Calcium, davon enthalten sie sogar mehr als Kuhmilch!

Damit der Körper alle Nährstoffe gut aufnehmen und verarbeiten kann, ist es wichtig die Nüsse gut zu zerkauen oder – wie im Rezept – zu zerreiben. Kleiner Tipp: Wer unter Zeitdruck steht, kann auch bereits gemahlene Haselnüsse kaufen. Doch auch diejenigen, die selbst rösten und reiben, müssen sich keine Gedanken machen, denn bei Hitzeeinwirkung gibt es in den Nüssen nur geringe Strukturveränderungen und keinen Nährstoffverlust.

Schlagsahne hat aufgrund ihres hohen Brennwerts und des vielen Fetts einen schlechten Ruf. Tatsächlich hat sie aber auch einige positive Eigenschaften! So enthält sie ca. 1/3 des täglichen Vitamin-A-Bedarfs und sorgt so für schöne Haut und glänzendes Haar. Zusätzlich enthält sie wie auch die Haselnüsse Calcium und Phosphor und bringt auch Proteine mit. Vorsichtig sollte man trotzdem sein und sie gerade bei hohen Blutfettwerten oder Herzerkrankungen besonders sparsam verwenden, denn sie enthält auch Cholesterine und ist mit 30g Fett je 100g leider kein Schlankmacher. Pflanzliche Alternativen sind in der Regel fettärmer und länger haltbar, außerdem gibt es verschiedene Sorten, sodass man nutzen kann, was einem am besten schmeckt.

Beim Joghurt sollte man auf eine möglichst fettarme Variante zurückgreifen und darauf achten, dass er möglichst wenig unnötige Zusatzstoffe enthält. Phosphor und Calcium stärken auch hier wieder Zähne und Knochen und Milchsäurebakterien schützen die Schleimhäute im Magen. Pflanzliche Alternativen gibt es jede Menge, ob Soja, Hafer oder Kokos – die Entscheidung liegt ganz bei euch.

Als Ersatz für Haushaltszucker wird im Rezept auf Honig oder Ahornsirup verwiesen. Da ich am letzten Wochenende erst pflanzlichen Löwenzahnhonig hergestellt habe, habe ich natürlich den verwendet (verschiedene Rezepte findet ihr im Internet).

Bienenhonig hat aber auch etliche positive Eigenschaften. Zwar besteht er zu 80% aus Zucker, ist im Gegensatz dazu aber besser für den Cholesterinspiegel und senkt das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herzerkrankungen. Noch dazu hat er weniger Kalorien als Haushaltszucker. Seine bioaktiven Stoffe und Antioxidantien können den Blutdruck senken und die Gefäße erweitern.

Ahornsirup, die vegane Variante, besteht nur zu 60% aus Zucker und enthält Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Je dunkler der Sirup, desto kräftiger ist er im Geschmack. Hellere Sorten sind eher mild.

Obwohl es soooo lecker ist, sollten wir es bei der Portionsgröße wegen der Kalorien nicht übertreiben. Weniger ist schließlich mehr und Tiefgefrorenes hält sich ja bekanntlich ewig 😉

Lilli

Lilli

Veganerin aus Überzeugung

 Zutaten für 4 Portionen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Gefrierzeit: mit Eismaschine 10 Minuten, ohne ca. 4 Stunden

 

  • 120 g Haselnüsse
  • 200 g Schlagsahne oder vegane fettärmere Alternative
  • 200 g Joghurt oder vegane fettarme Alternative, z.B. aus Kokos, Hafer oder Soja
  • 4 El Honig oder Ahornsirup 

 

Zubereitung

  • Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, etwas abkühlen lassen, Häutchen mit Hilfe eines Handtuches entfernen und fein reiben.
  • Sahne steif schlagen. Joghurt mit Honig oder Ahornsirup und Haselnüssen verrühren und unter die Sahne mischen.
  • Die Masse in einer Eismaschine gefrieren oder in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen und im Gefrierfach ca. 4 Stunden gefrieren lassen.

 

UGB