Leerer Kühlschrank? Rettung in der Not: Petersilienpaste

Wer kennt es nicht? Über die Feiertage hat man vergessen einzukaufen und nun ist der Kühlschrank leer. Unsere Rettung ist der Topf Petersilie auf der Fensterbank. Schnell ist daraus eine leckere Petersilienpaste gezaubert und dass es doch „nur“ Brot gibt, ist gar nicht mehr so dramatisch.

Das ursprüngliche Rezept ist vegetarisch, aber mit zwei kleinen Veränderungen können es sich auch die Veganer schmecken lassen. Dazu wird die Kuhmilch durch eine Pflanzenmilch eurer Wahl ersetzt (z.B. Sojamilch) und statt Frischkäse veganer Frischkäse (z.B. von Simply V) verwendet. Letzteren könnt ihr auch selbst aus Cashewkernen herstellen; dazu findet ihr im Internet viele Rezepte.

Petersilie liefert uns viele wichtige Vitamine wie Vitamin A und Vitamin E und durch ihre ätherischen Öle, von denen glatte Petersilie übrigens mehr enthält als krause, kann sie bei Harnwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden helfen. Dafür sollte man sie allerdings erst kurz vor der Zubereitung hacken und nicht kochen. Doch der echte Knüller ist ihr Vitamin-C-Gehalt.

Mit nur 100g kann man seinen Tagesbedarf an Vitamin C locker decken.

Es ist also empfehlenswert, nicht nur ein wenig Petersilie als „Deko“ übers Essen zu streuen, sondern Salate, Pestos und Aufstriche damit zuzubereiten.

Wer beim Schnippeln der Zwiebel unter tränenden Augen leidet, kann folgenden Tipp ausprobieren: lasst heißes Wasser über die geschälte Zwiebel laufen, das entschärft die Senföle und ihr müsst euch ihre Nährstoffe nicht entgehen lassen. Außerdem enthalten Zwiebeln Flavonoide, die eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung haben.

Beim Frischkäse kann man zwischen verschiedenen Fettstufen wählen und wer abnehmen möchte, bevorzugt natürlich magere Sorten, doch – gut zu wissen – selbst Doppelrahmfrischkäse enthält im Vergleich zu Butter oder Margarine rund 50% weniger Fett! Dazu kommt, dass Frischkäse einen hohen Proteingehalt hat (13g/100g) und durch das in ihm enthaltene Calcium Knochen und Zähne stärkt.

Wer die vegane Variante des Rezepts zubereiten möchte, findet in fast jedem Supermarkt eine pflanzliche Frischkäsealternative oder bereitet einfach eigenen Frischkäse zu.

Der Proteingehalt der Milch ist auch unabhängig von ihrem Fettgehalt relativ hoch und liefert dem Körper essenzielle Aminosäuren. Viel Calcium und Phosphor beugen Osteoporose vor und vermindern die Aufnahme des Fetts über den Darm.

Doch auch pflanzliche Milch bringt einige Vorteile mit sich. Die Proteine können fast 1:1 vom Körper aufgenommen werden und das enthaltene Fett besteht vor allem aus ungesättigten Fettsäuren. Außerdem enthält sie gesunde Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Saponine.

Ungesättigte Fettsäuren liefern auch die Mandeln. Zusätzlich zum Calcium und Eisen, Zink und Fluor, den B- und E-Vitaminen, sowie reichlich Ballaststoffen. Die Mandeln müssen allerdings gut gekaut werden, um all diese wertvollen Nährstoffe aufnehmen zu können.

Viel Spaß bei der Zubereitung und guten Appetit!

Tipp: Der Aufstrich mit rohen Zwiebeln hält sich gekühlt bis zu zwei Tage, durch das Andünsten der Zwiebeln wird er gekühlt bis zu fünf Tage haltbar.

Lilli

Lilli

Veganerin aus Überzeugung

 Zutaten

für ein Glas à 350 g
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

  • 70 g Mandeln, abgezogen
  • 30 g Zwiebeln
  • 200 g Frischkäse oder vegane Alternative
  • 3-4 El Milch oder vegane Alternative
  • 6 El Petersilie, fein gehackt
  • 1 Msp. Salz
  • 1 Msp. Pfeffer

 

Zubereitung

  • Mandeln in einer Pfanne oder im Backofen leicht anrösten und fein reiben. Zwiebeln sehr fein schneiden.
  • Frischkäse mit Milch cremig rühren. Mandeln, Zwiebeln und Petersilie zufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Variationen:
Viele andere frische Kräuter oder Mischungen daraus schmecken so frisch zubereitet auch sehr gut, z. B. Basilikum, Kerbel, Borretsch usw.

 

UGB